Vorwort zur komplett überarbeiteten Neuauflage



Die Entdeckung des Opa-Buches durch die Presse

Als Maximilian und ich unser Manuskript beim Verlag ablieferten, wussten wir zwar, dass unser Projekt ganz gut gelungen war. Aber einen Bestseller zu schreiben hatten wir uns nicht im Traum vorstellen können. Die Weichen hierzu wurden durch eine kleine Notiz in der Hör zu gestellt. Unser Verleger hatte der Hör Zu die Druckfahne vorab angeboten. Wir hatten das große Glück, dass der Chefradakteur dieser Familien-Fernsehzeitschrift in Millionenauflage von unserer Idee sofort begeistert war und darüber diese kleine Notiz als Buchempfehlung druckte – direkt neben den Horoskopen:





Es ist unglaublich, was so eine kleine Buchbesprechung für einen Run auslöst, wenn ein Thema voll in eine Bedarfslücke einschlägt. Die Gruppe der Senioren hatte genau in diesen Jahren den Computer als nützlich für sich entdeckt. Zwar gab es schon langweilige Computerbücher für Senioren. Wir hatten die Idee, die Familie mit einzubeziehen – so wie im richtigen Leben. Ein Unternehmensberater schrieb: „Brunowsky hat einen neuen Typ von Ratgeber-Buch erfunden. Hier schreibt die Zielgruppe für sich selbst“. Sich die Technik von den Jugendlichen erklären zu lassen – das erleben viele Familien. Nun folgten Artikel über unser Buch in den Printmedien und bald entdeckten auch Rundfunk und Fernsehen das Thema. Ein Reporter nach dem anderen kam zu uns ins Haus, um Einzelheiten über die Story von Opa und Enkel zu erfahren. Es fehlte auch nicht an Ideen, einen spannenden Sketsch mit Opa und Enkel zu filmen. Der Höhepunkt war hier eine gestellte Szene, bei der ich vor dem PC saß, hinter dem es zu rauchen anfing. Meine Frau musste die Tür aufmachen und fragen: „Was ist denn hier los?“ Bis dann Maximilian erschien und das Problem löste. Aber in der Regel blieb die Presse bei der wahren Geschichte, wie der Enkel seinem Opa die Arbeit mit dem Computer erklärt hat. Es trat eine Art Lawineneffekt ein. Im Hamburger Abendblatt wurde am 10.12 ein zweiseitiges Interview mit mir unter der Überschrift „Opa – das kannst du auch“ veröffentlicht. Das hatte zur Folge, dass die Leser mit dem Artikel in der Hand beim Buchhandel erschienen und nach dem Titel fragten. . Unser Buch war mehrere Monate Thema der Presse und war das meistverkaufte Computerbuch 2007 und 2008! Es schaffte sogar den Sprung in die Focus-Bestsellerliste.

 Bild der Frau machte mich zum Menschen der Woche. ich wurde zum NDR eingeladen, um mit Fachleuten darüber zu diskutieren, wie man Senioren an den Computer heranführen kann. Eine Reporterin der Bauernzeitschriften sorgte dafür, dass unser Autorenteam in der Landwirtschaft bekannt wurde.
Am meisten hat mich ein begeisterter Anruf eines Kameraden gefreut, mit dem wir zusammen als Dozenten an der Führungsakademie der Bundeswehr gelehrt hatten. Er hatte unser Buch sofort gekauft und fand, dass es ein Bestseller werden müsste. Und als der Verkauf auf 50.000 und später auf über 100.000 Exemplare stieg, freute er sich königlich und wiederholte immer wieder: „Habe ich es nicht gesagt, das wird ein Bestseller!“
Eine völlig unbekannte Dame rief mich aus Regensburg an, um mir zu berichten, sie habe das Buch schon 10 mal an alte Leute verschenkt.
„Herr Brunowsky, verdienen sie mehr daran, wenn ich meinen Bedarf direkt bei Ihnen bestelle?“ Dieses rührende Angebot lehnte ich natürlich ab, denn inzwischen war der I. Band ja bei jedem Buchhändler zu haben und ein zweiter Band im Druck.

Meine Leser im Forum für Senioren Zum Erfolg der Opa-Bücher haben nicht zuletzt viele Damen im Forum für Senioren beigetragen. Obwohl sich mein Buch ausdrücklich an die Opas wendet, waren es fast nur die älteren Damen, die sich für mich als Autor interessiert haben. Mit zwei Ausnahmen: Ein älterer Herr vom anderen Ufer wollte mit mir nur flirten. Aber ein anderer Opa bat darum, dass ich ihm mein Buch signiere, was ich natürlich gerne getan habe. Ja am Anfang der Kontakte stand eine so genannte Visitenkarte, über die man zu meinen Büchern weitergeleitet wird. Inzwischen sind es über 13.500 Besucher, die durch diese Einrichtung mit mir Kontakt aufgenommen oder sich über mich informiert haben. Von der Visitenkarte führt im Forum ein Link zu meinen Fotoalben. Im Ersten Album beschreibe ich, wie ich mit meinem Enkel zusammen am Computerbuch geschrieben habe. Der Bengel sieht ja nett aus und war eine Art Wunschfigur für die Omas, die selber keinen Enkel hatten, um sich von ihm helfen zu lassen. Diese Entstehungsgeschichte der Opa-Bücher hat viele Leute interessiert, von denen ich bald die ersten Leserzuschriften erhielt. Hier ein paar Proben aus meiner Post: “Ihr Buch habe ich immer auf dem Nachtschrank liegen. Ich lese jeden Abend darin und bin dann am Morgen am PC um das auszuprobieren!” Hallo Opa, Hallo Enkel, gestern habe ich das Buch gekauft und bin begeistert ! Es wird einfach und exzellent beschrieben und erklärt. Herzlichen Glückwunsch Wolfgang Hetzel ( 66 J Natürlich nutze ich das Forum für Senioren auch systematisch für die Verkaufsförderung. Die Besucher auf meiner Visitenkarte werden ja über das Fotoalbum auf meine Opa-Bücher aufmerksam. Aber auch ohne dass sie das Fotoalbum aufschlagen, finden sie in der Beschreibung meiner Person den Hinweis auf meine schriftstellerische Tätigkeit und Bilder der letzten Bücher. Die Links zu meinen Seiten stehen auch auf meiner Visitenkarte und werden öfter angeklickt, was ich aus Leserbriefen erfahre. www.opa-das-kannst-du-auch.de www.brunowsky.de Eine besondere Funktion im Forum hat das so genannte Knuddeln. Es ist eine harmlose Art, sich Sympathie zu signalisieren, aus der dann gelegentlich auch ein Briefwechsel wird. Ich habe mir angewöhnt, jede Besucherin meiner Seite zu knuddeln, was meist erwidert wird. Man schaut dann doch genauer auf die Visiten Karte, was ich feststellen kann. Jeder Besucher wird mit Namen und Uhrzeit festgehalten, so dass ich sehe, wer nach dem Knuddeln noch einmal auf meiner Seite war. Eine andere Möglichkeit Zur Kontaktaufnahme im Forum ist die Liste der Freunde. Dort kann man ein Rundschreiben an alle oder ausgewählte Freunde senden, indem man die Adressen anklickt, an die der Text gehen soll. Hierbei habe ich mal ein Bild von einem neuen Band kopiert und in einem Rundschreiben an ca. 250 Mitglieder gesandt. Oder ich habe einfach den Link verbreitet, der zu den Opa-Bänden führt. Hier noch ein paar Beispiele aus meiner Leserpost im Forum „Hallo Hans-Dieter, herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Buch. Hast du einfach toll gemacht. Klasse OPA. Liebe Grüße, Anne.“ „Toll, mein Gott, du wirst ja noch zum Super-Bestseller-Autor! Ich kann immer wieder nur sagen, wie Klasse ich das finde, was du mit Maximilian auf die Beine stellst! Ihr seid echt ein tolles Team und ich freue mich für euch Beide, dass ihr so eine enge Bindung habt!“ „Ich bin wirklich beeindruckt von all dem was Du auf die Beine stellst. Ziehe den Hut ! Mach weiter so, finde ich echt Klasse. Gitti“ Mit einzelnen Lesern habe ich einen echten Schriftwechsel fortgeführt. Das sind Leser, die immer schon auf den nächsten Band warten und alle Bücher kaufen: „Ich freue mich immer über Deine Informationen und werde ab nächste Woche auch dieses Buch besitzen. Deine Bücher lesen sich einfach toll und ich freue mich schon auf das Neue. Alles Liebe für Dich Pusteblume 44“ „Gestern bin ich durch Zufall auf Dein Profil gestoßen und dachte erst "nanu, irgendwie kommt mir das Gesicht bekannt vor"... Dann hat es klick gemacht, denn "Opa, das kannst Du auch" liegt auf meinem Schreibtisch! Ich hatte es mir vor einigen Monaten gekauft, weil ich auch erst seit einiger Zeit am PC viel Zeit verbringe . Cristine“ Mein Gesamteindruck ist, dass meine Aktivität im Forum für Senioren eine Menge Leute über unsere Bücher informiert hat und viele Empfehlungen hier ihre Wurzeln haben. Von keinem einzigen Leser habe ich negative Kritik zu unseren 6 Bänden erfahren. Und mich motiviert es natürlich sehr, wenn ich positive Fanpost bekomme und sie beantworte. Die Mitgliedschaft im Forum für Senioren macht mir viel Freude. Meine Frau lächelt voller Verständnis, wenn mein erster Weg nach dem Frühstück zum PC führt, um meine Fanpost zu lesen. Über das Internet zum Segeln Ein schönes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten Kontakte im Internet für Senioren eröffnen, war meine Segeltour mit Freunden aus dem Forum für Senioren. Ich hatte eine Yacht gechartert – natürlich über das Internet – und plötzlich gab es Probleme, weil eine Reihe von Mitseglern absagen musste. Ich pflegte inzwischen eine nette Korrespondenz mit einer Thüringerin, die mir immer bei PC-Problemen helfen konnte. Eine Anfrage, und das Ehepaar aus Thüringen war begeistert. Von Segeln hatten sie zwar keine Ahnung, aber das konnte ich Ihnen beibringen. So hatten die beiden Landratten aus dem Osten ein einmaliges Erlebnis, denn wer hat im Thüringer Wald schon Bekannte, die segeln können. Zu Weihnachten kam dann ein riesiges Paket mit allen möglichen Sorten Wurst aus einer Metzgerei in Thüringen als Dankeschön bei uns an. Sogar meine Frau musste zugeben, dass es dieses Weihnachtsgeschenk ohne meinen geliebten Computer nicht gegeben hätte. Gast in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ Man glaubt gar nicht, wie bekannt man als Buchautor ist, wenn man Erfolg hat. Eine Dame aus der Filmbranche rief mich aus Berlin an. Ihr Chef habe meine CD Baltenwitze. Er fände meinen baltischen Dialekt köstlich und ließe anfragen, ob ich in einem Film, der in Estland um 1914 spielt, ein paar Baltenwitze erzählen könne. (Auf meiner Website www.baltenwitze.de habe ich alle mir bekannten humorvollen Geschichten aus dem Baltikum zusammen getragen und noch weitere Geschichten aus meiner Marinezeit erzählt) . Und dann kam die Anfrage, ob ich bereit wäre in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ zu diskutieren. Das Thema lautete: Alt werden ist nichts für Feiglinge. So saß ich in einer Runde mit Joachim Fuchsberger, Ingrid van Bergen, Regierungspräsident a.D. Antwerpes und einer Schwester Oberin. Am 20. Oktober 2009 war ich also Fernsehstar im ARD. Die Sendung wurde dreimal ausgestrahlt und hatte offenbar viele ältere Menschen erreicht. Ich hatte mir vorgenommen, nur etwas zu sagen, wenn ich auch gefragt würde. Aber immerhin lagen meine beiden ersten Bücher die ganze Sendung über auf dem Tisch. Nachdem die Prominenz ausreichend zu Wort gekommen war, bekam ich meine Fragen. Ich erzählte wie mein Enkel mir den Computer erklärt hat und hatte auch sonst recht gute Antworten zur Hand. Als ich zu Antwerpes sagte, sein Pensionierung mit 65 Jahren wäre „Verschwendung von volkswirtschaftlichen Vermögen“, war der so gebauchpinselt, dass er mein Buch in die Hand nahm und vor der Kamera darin blätterte. Ich hatte das Glück, als letzter das Wort zu bekommen. Eine Geschichte meines Vaters schien mir zu passen: Als er einer alten Tante den letzten Segen erteilte, sagte diese: „Weißt Du mein Lieberchen, da preist ihr Pastoren nun die himmlischen Gefilde in den höchsten Tönen – aber wenn es soweit ist, kein Deibel will rein!“ Sprach´s und verschied in Frieden. Das Maischberger-Team war hoch zufrieden mit dem Abend. Die Einaschaltquote, die sonst bei 1,5 Mio liegt war an diesem Abend bei 2 Millionen was man als großen Erfolg für eine Spätsendung betrachtet. Reaktionen auf die Sendung Am nächsten Tage klingelte das Telefon ununterbrochen. Alle, die die Sendung gesehen hatten, waren voll des Lobes. Meine Buchhändlerin erzählte mir, sie habe alle meine Bücher am ersten Tag verkauft und die 10 nachbestellten Exemplare wären auch schon wieder weg. Natürlich hatte ich auch ein tolles Feedback in meinem Forum für Senioren. Hier noch ein paar Leserbriefe zur Kenntnis: Die Sendung gestern Abend habe ich mir, wie versprochen, angesehen. Es war informativ und ich war überrascht, welche Aktivitäten man mit 80 Jahren und darüber hinaus noch betreiben kann. Du hast dabei in jeder Beziehung eine "gute Figur" gemacht. apfelbaum Wollte dir nur zu Deinem gestrigen Fernsehauftritt gratulieren...Hast eine tolle Figur gemacht ..und konntest Dich mit diesen Prominenten auf jeden Fall messen...war interessant .... Noch einen schönen Tag wünscht Dir Marlies.... die Sendung war einfach köstlich - ich habe streckenweise so gelacht! Nochmals danke schön für Deinen rechtzeitigen Hinweis auf die Sendung, verbunden mit einer Bitte: Bei mir reicht es am PC auch gerade mal so eben hier für's Senioren-Forum, aber das ist es dann auch. Könnte ich vielleicht Dein Buch "Opa (Oma), das kannst Du auch" erwerben, ich bin sicher, dass es mir auf's Pferd helfen würde. So trockene Sachen dazu langweilen mich schrecklich, aber vielleicht würdest es ja Du mit Deinem Humor schaffen? Besten Dank im Voraus! Sehr liebe Grüße Julieta - Gerda Natürlich hat die liebe Gerda ein Exemplar meines Buches bekommen! Beim Buchhandel klingelten die Kassen. Sowohl das Buch Opa - das kannst Du auch-mein Enkel erklärt mir den Computer als auch der 2. Band Opa das kannst Du auch – mein Enkel erklärt mir das Internet waren in wenigen Tagen ausverkauft und erst Mitte November wieder lieferbar. Und nun sitze ich wieder allein an meinem PC. Schreibe gelegentlich etwas Lustiges in meinen Blog www.brunowsky.de oder setze Nachrichten für Senioren, die ich im Internet finde, in meine Homepage www.opa-das-kannst-du-auch.de damit meine Fangemeinde nicht selber zu suchen braucht. Dem Wunsch meines Verlegers, die nächste Auflage unseres Opa-Buches auf Windows 7 umzustellen, sind Maximilian und ich gerne nachgekommen. Allerdings brauchte ich meinen Enkel jetzt nur, um all meine Daten auf einer externen Festplatte zu sichern und um das neue Betriebssystem zu laden. Alles andere kann ich inzwischen selber – oder ich lese es in unserem Buch nach!